
Längst vergessene Blattpflanzen Raritäten neu entdeckt.

Das
55PLUS-magazin im Interview mit Frau Mag. Beate Koller, Geschäftsführerin
Arche Noah, zum Thema
Blattgemüse Raritäten:
Hier im Arche Noah Schaugarten wollen wir die Vielfalt der Kulturpflanzen zeigen und Menschen Lust machen auch einmal etwas neues Altes in ihrem Garten auszuprobieren und dazu gehören einerseits lokale, traditionelle, alte Kulturpflanzen aber durchaus auch neue, die bei uns in einem biologischen Garten wie hier gut angebaut werden können.
Ich stehe hier vor einem Beet mit
Gutem Heinrich, auch als
wilder Spinat bezeichnet. Diese Pflanze wächst nämlich auch wild in vielen Dörfern. Oft ist sie auch in den Bergen zu finden. Und das war früher auch bei uns eine wichtige Pflanze, wenn man nach einem langen Winter schon eine große Sehnsucht nach etwas frischem Grün gehabt hat. Die jungen Blätter vom
Guten Heinrich lassen sich einfach dünsten und wie ein Spinat zubereiten. Ich empfehle Ihnen eine ordentliche Portion Knoblauch dazu zu geben, dann schmeckt das ganze noch viel besser.
Man kann den Guten Heinrich auch bleichen, unter einer
Bleichglocke zum Beispiel, und die junge Triebe dann wie Spargel zubereiten.


Es gibt also eine Vielzahl von Blattgemüsen, die in jedem Garten kultiviert werden können. Dazu gehört zum Beispiel auch der
Portulak, von dem es Gartensorten gibt, der aber auch wild wachsend zu finden ist. Oder eine Pflanze, die jetzt nicht bei uns heimisch ist, der
Neuseeländer Spinat, ein Spinat, der sich wesentlich länger beernten lässt als unser herkömmlicher Spinat. Hier reichen eigentlich 2 bis 3 Pflanzen für eine ganze Familie. Es können immer wieder diese Triebspitzen geerntet und abgezupft werden und daraus ein Dünstgemüse zubereitet werden. Oder dasselbe gilt für den sehr hübschen
Malabarspinat. Den können Sie durchaus auch am Balkon, manchmal sogar im Zimmer einfach in einem Kübel ziehen. Er ist eine wunderschöne Kletterpflanze, die dann später sehr hübsche blaue Beeren als Früchte hat, also durchaus attraktiv anzuschauen.
Und beim
Malabarspinat kann immer wieder die jungen Triebe ernten und entweder als Salatbeilage verwenden oder einfach mit etwas Zwiebel und Butter in der Pfanne kurz andünsten und wie einen Spinat verwenden.
Diese farbenprächtige Pflanze ist eine
rote Gartenmelde. Die meisten kennen sie nicht mehr, bei uns in den Gärten ist sie nur noch sehr selten zu finden, ist aber eine traditionelle Kulturpflanze, die früher auch in Österreich angebaut wurde. Ich finde das Schöne daran ist, dass sie sich noch ein bisschen ihre Wildheit bewahrt hat. Wenn man wie jetzt einige Pflanzen stehen lässt, damit sie blühen und Samen bilden, dann sät sie sich selbst aus und es wachsen im Frühjahr dann viele kleine Melden empor, die man ganz einfach aus dem anderen Gemüse heraus jäten kann, und dann aber super verwenden kann zum Beispiel gemischt in andere Salate. Man kann sie in Omlettes einbacken, man kann sie zu Spinat verarbeiten, also sehr vielseitig in der Verwendungsmöglichkeit und unkompliziert zu kultivieren.
55PLUS-magazin unterstützt die Idee von
Arche Noah. Der Besuch des
Arche Noah Schaugartens in
Schiltern bei Langenlois in Niederösterreich ist nicht nur ein toller Ausflug für die ganze Familie, sondern eine unschätzbare Bereicherung für das Wissen des Lebens und der Nahrung.
Mehr Informationen erhalten SIe auf der Website von Arche Noah:
www.arche-noah.at produced by 55PLUS Medien © MMXII
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