
In der chinesischen Medizin gilt der Darm als
Tor zum Leben. In der westlichen Volksweisheit heisst es, im Darm sitzt der Tod. So unterschiedlich diese beiden Auffassungen auch scheinen mögen, es verbindet sie doch sehr viel miteinander.
Das Tor zum Leben ist der Darm sicherlich deswegen, weil über ihn, speziell über den
Dünndarm, alle lebensnotwendigen Stoffe aus dem Speisebrei aufgenommen werden. Die in der Nahrung steckende Energie, alle Vitalstoffe und Spurenelemente müssen aufbereitet, verdaut und dem Blutkreislauf zugeführt werden, um unsere Zellen mit den "Treibstoffen" zu versorgen. Dem Darm kommt in diesem Prozess eine Schlüsselrolle zu.
Um diese Aufgabe bestmöglich zu bewältigen, ist der
Darm sehr faltig und sehr groß. Glatt gestrichen und ausgebreitet würde der Darm eine Fläche von
200 ㎡ bedecken. Der Darm ist ein Hochleistungsorgan, der im Laufe eines durchschnittlichen Menschenlebens
Tonnen an Nahrung bewegt. Es gilt daher, dieses lebenswichtige Organ zu pflegen und sauber zu halten.
Dieser
Obsorge kommt der moderne Mensch aber meistens nicht mehr ausreichend nach. Bewegungsmangel, falsche Ernährung und Essgewohnheiten, Flüssigkeitsmangel und Stress tragen über die Jahre das ihrige dazu bei, den Darm zu schädigen. Und hier gewinnt der Ausspruch, wonach im Darm der Tod sitzt, seine Bewandtnis. Eine zulange Verweildauer von Speiseresten im Darm führt zu Fäulnis, Gärung, Unwohlbefinden und Krankheiten.
Dabei ist es gar nicht so schwer, seinen
Darm gesund zu halten. Viel
Bewegung, eine vollwertige
Ernährung, genügend alkoholfreie
Flüssigkeit und eine ausgeglichene, positive
Lebenseinstellung reichen in aller Regel aus, um den Darm ein Leben lang in Topform zu halten.
Befinden sich im Darm aber bereits
Verkrustungen, weil man eben nicht darmfreundlich gelebt hat, so gibt es heute sehr effiziente Therapien, wie die so genannte
Colon-Hydro Therapie, die auf sanfte Art den Darm wieder reinigt, berichtet der Arzt
Dr. Helmut Dieplinger.
Ein Augenmerk sollte man auf jeden Fall der richtigen Ernährung schenken, betont auch die Diätologin
Mag. Martina Lichtenberger. Bereits ein
Joghurt am Tag kann die wichtige Darmflora nachhaltig stärken. So wichtig
Vollkornprodukte für den Darm sind, so sehr sollte man darauf achten, dass diese aus fein gemahlenen Bestandteilen bestehen, weil sonst die meisten Menschen unter Blähungen und Völlegefühlen zu leiden haben. Auch bei
Obst und
Gemüse ist darauf zu achten, welche Form und Zubereitung einem am besten tut. So reagieren viele Leute auf Trockenobst mit schlimmen Blähungen, der Saft von eingeweichten Trockenfrüchten ist hingegen wohltuend. Wer rohes Obst nicht gut verträgt, isst es als Kompott verarbeitet. Selbiges gilt für rohes Gemüse, das man bei Unverträglichkeit eben schonend kocht.
Fisch tut dem Darm gut. Bei
Fleisch ist weißes dem roten vorzuziehen.
Bei ernährungsbedingten Bauchschmerzen wie Blähungen schaffen in aller Regel
Bewegung und
Wärmeanwendungen, wie mit der guten alten Wärmeflasche, Abhilfe. Generell tut Wärme dem Darm sehr gut, weil sie lindernd und entspannend wirkt.
- Der Beitrag "Der gesunde Darm" entstand im Rahmen der
LA DONNA im Oktober 2008 in Wien, am Messestand der
BTM Ges.m.b.H. -
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